Das CISV Austria Leadershiptraining 2026
18. Mai 2026CISV Austria PreCamp 2026
31. Mai 2026Die CISV-Reise von Stefan Schauer
Meine ganz persönliche CISV-Reise begann bereits, als ich 11 Jahre alt war. Zuvor haben meine Eltern mich manchmal auf lokale Events mitgenommen. Dort bekam ich bereits ein Gespür für die Welt von CISV. Damals waren die meisten Kinder anfangs noch alle sehr schüchtern. Bald kristallisierten sich jedoch Freundschaften heraus, die mir für immer in Erinnerung bleiben werden.
Vom Village bis zur Entscheidung AFS
Mit 11 Jahren durfte ich dann mit meinem damaligen besten Freund auf ein CISV-Village in Calgary fahren. Diese Erfahrung hat mich nie mehr losgelassen und heute, 20 Jahre später, bin ich noch immer ein überzeugter Active Global Citizen. Ein Jahr später ging es dann auf einen Interchange nach Dänemark. Meinen Interchange-Partner von damals habe ich erst kürzlich, im Jahr 2025, wieder getroffen. Damals flog ich nach Kopenhagen , um meinen ersten Marathon zu laufen. Im Alter von 13, wieder Dänemark. Diesmal auf einem Step-Up (oder Summercamp, wie es damals noch hieß). Mit 14 folgte dann das Summercamp in Rom, mit 15 ein Youth Meeting in Lissabon. Dann gönnte ich mir eine kleine „CISV-Pause“.
Mit AFS nach Costa Rica
Aber nicht von interkulturellen Erfahrungen. Mit der like-minded Organisation „AFS“ verbrachte ich ein Austauschjahr in Costa Rica bei einer Gastfamilie. Der Großteil meines sozialen Lebens, bestand damals also aus dem Knüpfen internationaler Freundschaften und dem Lernen von Sprachen. Als ich aus San José, Costa Rica nach Österreich zurückkehrte, musste ich erst einmal einen Sommer lang in die Latein-Nachhilfe nehmen. Dort ließ mich CISV ebenso nicht los. Denn mein Latein-Nachhilfelehrer war Klaus Pölzl. Genau, derjenige Klaus Pölzl, der als eines der ersten österreichischen Kinder am ersten CISV-Camp in Cincinnati als Teilnehmer anwesend war. Da wurde mir mehr und mehr klar, dass durch meine Adern CISV-Blut fließt.
JB und erste Erfahrungen als Leader
Nach einer kurzen CISV-Pause und der Matura stieg ich aber schnell wieder ins Geschehen ein und half bei nationalen Camps als Junior-Staff aus. Schon dort erlernte ich Kompetenzen, wie das Planen von educational activities oder verbesserte meine Gitarrenkenntnisse mit meinen damaligen CISV-Freund: innen. Eine Veranstaltung, die wir als damaliger JB ins Leben gerufen haben, war das „Jammen for Refugees“, als wir Geld für Geflüchtete und schutzsuchende Menschen sammelten. Der gesammelte Betrag wurde dann an die Volkshilfe gespendet, die um das Jahr 2015 sehr vielen Menschen, die auf Asyl angewiesen waren, half. Weiter ging es mit der Teilnahme an nationalen Junior Branch Meetings in Linz, Graz und Wien. Ich durchlief wieder die Trainingsphasen von CISV, nun als bereits junger Erwachsener und flog schlussendlich als Leader mit meiner ersten Interchange-Delegation nach Maine, co-organisierte New-Years-Meetings im Chapter Graz und nach einem Step-Up in den Smoky Mountains, ging es auch nach Madrid, Spanien, abermals mit einer Interchange-Delegation.
Internationale Krise durch Covid-19
Als dann die Covid-Krise kam, ging es mir gesundheitlich nicht besonders gut, diese ständige Isolation und die dauernde Unsicherheit und gesellschaftlichen Spannungen machten mir zu schaffen und nach meinem vorerst letzten Camp als Leader in Dänemark, legte ich abermals eine „CISV-Pause“ ein, sofern man das kann, weil die Freundschaften und Menschen, um einen herum nicht einfach fortgehen. Vor etwa 7 Monaten kehrte ich dann wieder ins Chapterboard Graz zurück und schlussendlich fand ich mich im nationalen Communications-Team wieder, wo ich mich heute, um Social-Media und die Website kümmern darf.
CISV-Comeback und erneutes Engagement
All diese jahrelangen Erfahrungen haben mich nun hierher gebracht. Jetzt verfasse ich diesen Blogpost. Einige Jahre war es still um CISV Graz in der Kommunikation. Diese Jahre waren sicher nicht leicht für alle Beteiligten. Daher möchte ich mich bei all meinen Wegbegleiter: innen bedanken, die mich in meinem Schaffen ermutigt haben und mich immer wieder daran erinnert haben, wie schön die CISV-Erfahrung sein kann. Ich habe stets von dieser Erfahrung profitiert. Sei es im universitären/beruflichen Leben oder auch als Privatperson.
Empfehlung an Kinder, Jugendliche und Eltern
Daher kann ich jedem Elternteil, der auf der Suche nach einer „Ferienbetreuung“ für Kind/er ist, wärmstens ans Herz legen, sich für CISV zu entscheiden. Über klassische Ferienbetreuung geht CISV weit hinaus. Bei CISV werden Werte, wie Freundschaft, Kooperation, Enthusiasmus, Engagement und Inklusion großgeschrieben. CISV schafft nicht nur sichere Räume für Kinder und Jugendliche sich in ihrem eigenen Tempo zu entwickeln, sondern kreiert Freundschaften, die ein Leben lang halten können.
Was bringt 2026?
Ich bin sehr dankbar dafür, weiterhin mit CISV lernen und wachsen zu dürfen und ein wenig stolz als Active Global Citizen genau diese Freude am interkulturellen Lernen weitergeben zu dürfen. 2026 bekomme ich erneut die Chance mich als International Staff auf einem StepUp in Costa Rica zu beweisen. Es heißt also „Back to the Roots“! Ich freue mich schon sehr auf diese Herausforderung und kann den Sommer kaum erwarten, wenn es wieder heißt: „Dare to make our dreams a fact„!
Ein Text von Stefan Schauer
Der Autor studiert Spanisch und Germanistik im Lehramt auf der Universität Graz
- Energizer am International Youth Meeting
- Stefan mit Kamera am Schöckl
- Stefan am Step-Up mit buntem Umhang



