Gastmutter für eine Village-Delegation

Dieses Jahr war ich das erste Mal Gastmutter für eine ganze Delegation, die am CISV-Village in Wien teilnahm. Zuerst traute ich mir die Obsorge für 4 fremde 11jährige mit Heimwehproblemchen nicht zu, doch Ilse Pachlinger, unsere Village Beauftragte überzeugte mich, dass es oft sogar weniger Arbeit macht sich um eine ganze Delegation zu kümmern, da die Kids miteinander spielen und Spaß haben. Und damit hatte sie tatsächlich vollkommen recht.

Ich holte die Kinder am Flughafen ab und bereits im Auto begann das erste Mädchen zu weinen. Ich versprach, dass sie alle zuhause ihre Eltern anrufen können, um zu sagen dass sie gut angekommen waren. Die Tränen versiegten schnell. Die Kinder spielten ausgelassen in unserem Garten und erkundeten gemeinsam das Haus. Es war eine sehr lustige kleine Gruppe. Für uns Gasteltern wurde eine Facebook-Gruppe eingerichtet auf der Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten während des Wochenendes gepostet wurden, an denen man sich beteiligen konnte. Mit ihrem Einverständnis machten wir mit einigen anderen gemeinsam ein bisschen Sightseeing, dass sie geduldig über sich ergehen ließen. Innerhalb der 2 Tage hatte ich “meine” Kinder schon sehr lieb gewonnen und übergab sie nur ungern am Sonntag ihrer Leaderin (am liebsten hätte ich sie behalten) Am Village Open Day habe ich sie alle noch einmal wiedergesehen. Sie erwarteten mich mit offenen Armen und stellten mir ihre neuen Freunde vor. Jegliches anfängliche Heimweh war komplett verflogen!! Ich war begeistert! Für mich war dieses Wochenende eines der schönsten des ganzen Sommers. Ganz sicher werde ich mich wieder als Gastmutter melden 🙂

Nachdem die Kinder in ihre Heimatländer zurückgefahren sind, hat mir ein Bursche aus der Delegation einen wunderbaren Brief geschrieben:

Hello Sabine! Nice to meet you! Thank you for the picture’s. You and Klaus was like my family. I’m very happy because I was can meet very, very nice people like you for my first experience . I want to see you again. You said to me this camp it’s a very nice one and yes it was the best camp of my life. In one day it was ,,handicap day” and I was twins. Now I realized it’s very hard to have a handicap. Another day it was rich people and poor people and I was poor people and I was need to worked for food. Again I realized it’s very hard to be poor person. From this experience I learned to respect life. Thank you for all and I like how you cook so much.
A lot of kisse’s
Vlad